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hund nass baden

Bürsten, Baden, Scheren, Trimmen – rund um die Fellpflege bei Hunden ranken sich einige Mythen, die sich leider hartnäckig halten.

Teils können diese zu erheblichen Problemen führen. Aufgrund dieser Gefahren wird es höchste Zeit, damit aufzuräumen. Die folgenden Mythen, Lösungen und Tipps bringen Klarheit für dich.

 

Mythos #1: Hunde dürfen nicht gebadet werden

Immer wieder wird behauptet, Hunde dürfen nur im absoluten Notfall gebadet werden. Die Lipidschicht ginge dabei kaputt, die Haut leidet und die Anfälligkeit gegen Parasiten und Krankheiten steigt.

Doch das Gegenteil ist der Fall, wenn du deinen Hund richtig badest oder baden lässt. Dabei werden Schmutz, überschüssiger Talg, Hautschuppen und lose Haare schonend entfernt. Die Haut kann besser atmen, die Durchblutung wird gefördert und das Risiko für Hautkrankheiten sinkt.

Natürlich solltest du deinem Hund deswegen nicht täglich ein Schaumbad einlassen. Wie oft die Maßnahme nötig ist, hängt unter anderem von der Rasse und Fellbeschaffenheit ab.

Einen Golden Retriever zu baden ist seltener notwendig als das Baden bei einem Pudel oder Shih Tzu.

Verschmutzungsgrad und Talgproduktion spielen ebenfalls entscheidende Rollen. Wenn du dir unsicher bist, lass dich von einem Groomer beraten. Dieser kann auch direkt das beste Hundeshampoo empfehlen.

 

Mythos #2: Hundefell sollte nicht geföhnt werden

Ob du gerade deinen Hund an Wasser gewöhnst, ihn gebadet hast oder ihr bei einem Regenguss durchgeweicht wurdet, vom Föhnen raten viele ebenso ab wie vom Baden. Dabei ist das gezielte und schnelle Trocknen oftmals wichtig und nützlich.

Rassen mit langem Fell und viel Unterwolle bräuchten Stunden bis hin zu Tage, damit das Fell vollständig trocken ist. In dieser Zeit besteht die Gefahr des Auskühlens. Gerade bei jungen, alten oder kranken Tieren ist das gefährlich.

Zusätzlich kannst du das Föhnen nutzen, um lose Haare zu entfernen, Knoten zu verhindern und den Aufwand für das Bürsten zu reduzieren. Nutze dafür einen Hochleistungsföhn, der mittlerweile besser unter dem Namen Blower bekannt ist.

Bei manchen Rassen wie dem Husky und gerade im Fellwechsel ist das Blowern eine echte Erleichterung für Mensch und Hund.

 

Mythos #3: Menschenshampoo ist schlecht für Hunde

Im Handel findest du mittlerweile zahlreiche verschiedene Hundeshampoos, die auf verschiedene Fell- und Hauttypen oder Rassen abgestimmt sind.

Durch die Auslegung auf den pH-Wert der Hundehaut sind sie oftmals die beste Wahl. Ausnahmen bestätigen dabei aber die Regel.

Im Notfall kannst du daher problemlos zu mildem Shampoo für Menschen greifen. Vielleicht stellst du dabei fest, dass Fell und Haut deines Hundes davon profitieren.

hund föhnen

Mythos #4: Kurzhaarige Hunde müssen nicht gebürstet werden

Auch das ist falsch. Denn das Bürsten mit geeigneten Hilfsmitteln befreit Haut und Fell ebenso von Schmutz, Hautschuppen und losen Haaren wie bei allen anderen Rassen.

Die Durchblutung wird angekurbelt und Probleme fallen frühzeitig auf. Abhängig von der Fellbeschaffenheit können sich Bürsten mit abgerundeten Borsten oder Fell- beziehungsweise Groomerhandschuhe eignen.

 

Mythos #5: Hundekrallen nutzen sich von allein ab

Bei großen, schweren Hunden und ausreichend Bewegung auf harten, rauen Böden, kann das Abschneiden der Krallen tatsächlich unnötig sein. Bei vielen Vierbeinern reichen lange und regelmäßige Spaziergänge auf Asphalt allein aber nicht aus.

Hier muss mit Krallenschere oder Feile nachgeholfen werden, bevor die Krallen zu Bewegungsschäden führen oder abbrechen und bluten. Das richtige Vorgehen dabei können vor allem Groomer und zum Teil auch Tierärzte vermitteln.

Lass dich bei der Pflege deines Hundes nicht von vermeintlichen Weisheiten beirren. Im Zweifelsfall frag Groomer oder Züchter, was nötig ist und bei deiner Rasse am besten passt.

 

Pflege beim Hund – Fazit

Wie du siehst, stimmt nicht jeder Mythos über die Pflege des Hundes. Oft sind dies Aussagen und Marketingbotschaften seitens einzelner oder verschiedener Unternehmen.

Damit möchten diese Unternehmen den Druck auf die Hundehalter erhöhen, sodass mehr spezielle Produkte für Hunde (und auch Menschen) gekauft werden.

Daher solltest du es stets immer prüfen und dich vergewissern, dass das der Warheit entspricht. Du wirst erstaunt sein, was alles nur Mythen sind, ohne echter Substanz dahinter.